Der Künstler Paul Schrader im Gespräch

Ab dem 10. Februar 2018 sind im ONLY ART CLUB im Rahmen einer Popup-Ausstellung neue Werke des Hamburger Malers Paul Schrader zu sehen. Um vorab schon einen Eindruck dieses außergewöhnlichen Künstlers zu bekommen, dürfen wir ihm vorab einige Fragen stellen.

OAC: Paul, Du hast keine klassische künstlerische Ausbildung und etwas anderes studiert. Wie bist Du dazu gekommen, als Künstler zu arbeiten?

Paul Schrader: Kunst fasziniert und beschäftigt mich. Es ist das Nachdenken über eine andere Welt, die mich in den Bann gezogen hat. Kunst gibt mir die Möglichkeit das Hier und Jetzt zu verlassen und regt zum Träumen und Nachdenken an. Die alten Meister erzählten Geschichten auf der Leinwand. Diese Funktion haben heute andere Medien übernommen. Aber dennoch lässt Kunst mich träumen und vermittelt Gefühle. Ich finde, das können Farben und Formen sehr gut aber auch abstrakte Andeutungen, dies ist etwa bei Peter Doig sehr schön zu sehen.

Ich konnte schon immer besser zeichnen und malen als etwa schreiben. In meiner Jugend habe ich mich mit Graffiti beschäftigt und bin auch als Betrachter immer bei der Kunst geblieben. Es ist eine ganz natürliche Begeisterung. Ein Bild selbst zu malen und darin alle Gefühle und Wünsche zu verpacken und dies für andere sichtbar zu machen, geht allerdings über das reine Betrachten weit hinaus. Es ist wie eine Reise zurück in die Kindheit, in der man eine riesige Sandburg baut und Träume wahr werden.

Meine Kunst mache ich vor allem für mich selbst und meine eigenen Wünsche. Ich habe dabei nie daran gedacht, dass ich als Künstler erfolgreich sein würde.
OAC: Könntest Du Dir vorstellen, Dich zukünftig nur noch auf die Malerei zu konzentrieren?
Paul: Ich male wahnsinnig gerne und die Malerei bestimmt zu einem gewissen Grad mein ganzes Leben. Aber ich will so frei sein, dass ich nie malen muss und jederzeit aufhören könnte.
OAC: Was möchtest Du mit Deinen Werken erreichen, was ist die Aussage hinter Deinen Arbeiten?
Paul: Mine Werke sollen in erster Linie mich berühren und wenn es auch einen anderen Betrachter berührt – um so besser. Das macht mich sehr glücklich. Es sind die Farbwelten und Traumlandschaften, die das können und ich liebe es, mich in den Bildern zu verlieren. Ich habe Jura studiert und gelernt, in kleinsten Details unsere Gesellschaft auseinanderzunehmen. Daher will ich keine offensichtliche zweite Ebene in meinen Bildern. Ich muss der Gesellschaft keinen Spiegel vorhalten, denn mit diesen kleinsten Details habe ich mich ausreichend beschäftigt und ich will auf keinen Fall so vermessen sein, jemanden zu erklären wie die Welt funktioniert. Ich zeige dem Betrachter stattdessen, was mich im Innersten beschäftigt. Und dabei reicht es mir, wenn der Betrachter für einen Moment durch ein Kunstwerk berührt wird und ich ein Gefühl in ihm auslösen und vermitteln kann. Wie auch immer sich dieses Gefühl für jemand anderen anfühlt.
OAC: Einige Deiner Werke haben einen Bezug zu Werken von Gerhard Richter, wirst Du oft mit Ihm verglichen? Wer sind Deine Vorbilder?
Paul: Den Vergleich mit Gerhard Richter kann ich nicht mehr hören. Ich finde, es sind komplett andere Farbwelten und ein ganz anderer Duktus. Öl auf Holz und Acryl auf Leinwand sind auch komplett andere Medien. Aber es wird auch keine weiteren Bilder in den bekannten Farbwelten geben. Diese Phase ist zu Ende. Ich weiß nicht was kommt, aber es wird etwas komplett Neues entstehen. Mein großes Vorbild ist Pierre Bonnard, der den Tisch als Mittelpunkt des Lebens in fast allen Werken verendet.
OAC: Woher schöpfst Du Deine Inspiration. Was machst Du an Tagen an denen Du keine Muse zum Malen hast?

Paul: Zum Malen brauche ich viel Kraft, auch wenn sich das vielleicht gar nicht so scheint. Daher muss ich mich viel ablenken und ab und zu die Füße hochlegen und chillen. Die Inspiration kommt, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

Vernissage 17.02.2017 “Absence” by Bardia Esmaeilloo (Iran) | Curator: Soraya Tabatabei

(Hamburg, 07.02.2017) Die Ausstellung steht in zweifacher Hinsicht für eine Premiere im ONLY ART CLUB: Einerseits werden die Werke des iranischen Malers Bardia Esmaeilloo erstmals in Deutschland gezeigt, anderseits übernimmt im Rahmen dieser Ausstellung zum ersten Mal eine Gast-Kuratorin die zentrale Aufgabe der Werkeauswahl. Soraya Tabatabei wurde in Teheran geboren und hat ihre Laufbahn als Musikerin am Konservatorium in Teheran begonnen. Mit 20 Jahren wanderte sie aufgrund der islamischen Revolution nach Hamburg aus. Nach den ersten Jahren in Deutschland spezialisierte sie sich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften auf Siebdruck und arbeitet nebenbei als Musiklehrerin und Übersetzerin. Seit zwei Jahren steht Soraya in ständigem Kontakt mit iranischen Künstlern, um einen deutsch-iranischen Kulturaustausch zu ermöglichen. Die Ausstellung ‚Absence‘ ist die erste von ihr kuratierte Ausstellung.

Bardia Esmaeilloo wurde 1987 in Teheran geboren und begann nach Abschluss der Schule eine grafische Ausbildung an der Fachoberstufe. In zahlreichen Kursen und Workshops setzte er sich ausschließlich mit dem Zeichnen auseinander. Seine Ausbildung bei einem bekannten iranischen Maler hat ihm die Vielfalt der Malerei nahe gebracht.

Gemälde auf Leinwand

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Finissage Neale Howells

(Hamburg, 12.01.2017) Liebe Freunde der Kunst, hiermit möchten wir Euch herzlich zur Finissage der Solo-Ausstellung „Irrespective“ einladen!
Ab 18 Uhr stoßen wir gemeinsam mit dem Künstler auf das Ende einer erfolgreichen Ausstellung an.

Donnerstag, den 26.01.2017
20:00 – 22:00 Uhr

ONLY ART CLUB
Eppendorfer Weg 235
202251 Hamburg

Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit Euch!

20170111_Finissage20

 

Happy new year

(Hamburg, 29.12.2016) Das Jahr neigt sich nun in schnellen Zügen dem Ende. Wir wünschen allen Kunden, Galeriefreunden und Bekannten einen guten Jahresausklang.

2016 war für uns und den ONLY ART CLUB ein spannendes und erfolgreiches Jahr mit tollen Shows und Begegnungen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Käufern, Besuchern und vor allem bei unseren Künstlern, ohne die das alles nicht möglich wäre.

Für 2017 haben wir einiges auf der Agenda und freuen uns schon jetzt auf ein tolles Ausstellungs- und Messejahr.

Wir wünschen Euch und Ihnen ein gesundes, erfolgreiches und gutes 2017 und freuen uns, wenn wir uns bald wieder im ONLY ART CLUB sehen.

Beste Grüße,

Jørgen, Patricia und David

 

Neale Howells im Only Art Club

(Hamburg, 21.10.2016) Der ONLY ART CLUB zeigt seit dem 18.11 den Künstler Neale Howells (1965) aus Wales in einer Einzelausstellung. Der Titel der Ausstellung “Irrespective” (z. dt. unabhängig) soll uns deutlich machen, in welchem Umfeld Howells arbeitet. Die Ähnlichkeit zu dem Wort “Retrospective” ist kein Zufall, sondern eine Anspielung darauf, dass in der Show Werke aus verschiedesten Perioden seiner künstlerischen Arbeit zu sehen sind.

Neale Howells, Drunken Orbit (2016), Acryl, Öl, Pastell, Glas und Kohlestift auf Holz

Neale Howells, Drunken Orbit (2016), Acryl, Öl, Pastell, Glas und Kohlestift auf Holz

 

Inspiriert von Postern der 50er Jahre, Filmen und Sprache als kreatives Mittel, lässt sich der Künstler auf seine Werke ein. Kombiniert mit Fantasie, aber auch Zerstörung, werden seine Arbeiten zu Kunstwerken, die man immer und immer anschauen kann. Je öfter man ein Bild ansieht, desto mehr Details tauchen auf. Er selbst stellt sich die Frage: “Wie oft kann man eine Arbeit anschauen und immer und immer wieder neue Dinge entdecken”? (mehr …)

Kurz-Interview: Der Künstler Robert Hoffmann im Gespräch

(Hamburg, 5.7.2016) Aktuell läuft im ONLY ART CLUB die Ausstellung “Stories from the layer collection”. Gezeigt werden Werke mit Fokus auf Collage, Décollage und Urban Art. Am Freitag, den 8. Juli begrüßen wir einen der teilnehmenden Künstler zum exklusiven Artist Talk in der Galerie. Robert Hoffmann wird dabei spannende Einblicke in seinen Schaffensprozess zeigen. Wir trafen Robert schon vorab und durften einige Fragen loswerden.

Robert Hoffmann Werkstatt

ONLY ART CLUB (OAC): Wie definierst Du Deinen künstlerischen Stil?

Robert Hoffmann: Die Definition meines Stils fällt mir selbst etwas schwerer. Aufgrund der Techniken und Elemente, die meine Werke definieren, spreche ich von Urban Contemporary.

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Interview: Im Gespräch mit dem Künstler Patrick Hartl

(Hamburg, 23.6.2016) Im Rahmen der aktuellen Ausstellung im ONLY ART CLUB “Stories from the layer collection” haben wir die Gelegenheit genutzt und dem teilnehmenden Münchener Künstler Patrick Hartl ein paar Fragen zu seiner Kunst, seinem Arbeitsprozess, etc. gestellt. Hier das Interview:

(Titel: C-Beams Glitter in the dark near the Tannhäuser Gate // Patrick Hartl, München)

Collage Patrick Hartl

ONLY ART CLUB (OAC):
Patrick, Du hattest in der letzten Zeit ein reichlich intensives Programm – Ausstellungen und Messeteilnahmen in München, Stuttgart und jetzt bei uns im ONLY ART CLUB in Hamburg. Wie siehst Du Deine Entwicklung in den vergangenen Jahren und welchen Einfluss hast Du dabei?

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ONLY ART CLUB goes Street Art: Collage, Decollage, Mixed Media, uvm.

(Hamburg, 13.6.2016) Details zur kommenden Ausstellung mit den Künstlern Robert Hoffmann (HH) und Patrick Hartl (München). Beide sind wahre Meister auf ihrem Gebiet, Collage, Décollage, Mixed Media, Typografie und Kalligrafie par excellence.

Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 17.6.2016, ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ausschnitte aus verschiedenen Arbeiten.

Collage-Arbeiten

Hinz & Kuntz Spendenaktion

(Hamburg, 21.5.2016) Gewinner des Bildes “Neuanfang” von Uli Pforr im Rahmen der Einzelausstellung “Kopfkino” ist der- oder diejenige mit der Losnummer 190! Vielen Dank an alle, die bei der Spendenaktion teilgenommen haben. Wir konnten damit dem Straßenmagazin Hinz & Kuntz eine ordentliche Summe überreichen.

Artist Talk zum Thema Kunst, Design, Licht und Wahrnehmung

(Hamburg, 1.4.2016) Im Rahmen der aktuell laufenden Soloausstellung “HIGHLITE – Lightbox Arrangements“ des Kunst- und Designkollektivs „Der 6te Lachs“ laden wir am 7.4.2016 ab 18 Uhr zum Artist Talk in den ONLY ART CLUB ein.

In der offenen Gesprächsrunde dreht sich alles um die Themen Kunst, Licht, Design und Wahrnehmung. Neben den anwesenden Künstlern freuen wir uns auf weitere großartige Experten, die die angesprochenen Themenbereiche aus ihrer Erfahrung und vor allem aus ihrer Praxis einschätzen. Mit dem Diplom-Designer und Professor Ansgar Maria Eidens und dem internationalen Fotograf J. Konrad Schmidt ist eine spannende Runde garantiert.

Artist Talk – HIGHLITE-Show
Datum: 7.4.2016, 18-22 Uhr

ONLY ART CLUB
Eppendorfer Weg 235
20251 Hamburg
E-Mail: info@onlyartclub.com
Telefon: -49 40 360 356 84

www.onlyartclub.com/highlite-lighbox-arrangements-artist-t…/
www.facebook.com/events/230147487337202/

Teilnehmer:

„Der 6te Lachs“ mit Frieder Gööck, Grumbowski und Jan Rosenstock // Kunst- und Designkollektiv
www.der6telachs.de

Ansgar Maria Eidens // Dipl. Designer & Professor für Brand Communication
www.eidens.de/ansgar

J. Konrad Schmidt // Fotograf
www.jkonradschmidt.com